Multi-Autoren-Story
Posted by Lothar Morgenthal on Jul 22, 2009 in Multi-Autor |
Wie schon auf Lima-City angesprochen, möchte ich mal ein Experiment starten.
Eine Geschichte – geschrieben von vielen.
Einfach die Kommentar-Funktion nutzen. Bitte den Lima-Namen mit angeben. Nachdem ich den ersten Kommentar je User freigeben habe, kann ohne Freigabe weitergeschrieben werden.
Viel Spaß, bin gespannt was dabei rauskommt ;)
Lothar (Bewahrer)
So, los gehts!
Teil 1 Lothar
Die Türen des Zuges schlossen sich hinter Michael.
Er setzte sich ans Fenster und schaute auf den Regen in der Nacht. Warum seine Klientin den Jungen Anwalt in so eine Gottverlassene Gegend bestellte wusste er nicht, sie hatte wohl ihre Gründe.
Die Fahrt dauerte nicht lange, nach zwei Stationen stieg er aus. Der Bahnsteig war verlassen, kein Wunder um diese Zeit, es war fast Mitternacht.
Als der Zug den Bahnhof wieder verließ, war es stockdunkel. Man konnte die Hand vor Augen nicht sehen. Michael kramte in seinen Jackentaschen.
Die kleine LED-Leuchte war wirklich nur dafür gedacht ein Türschloss zu finden, sehen konnte er damit jedenfalls kaum. Es reichte um nicht zu stolpern. Langsam bewegte er sich in Richtung des Bahngebäudes. Hier irgendwo wollte der Fahrer warten.
Aus der Ferne hörte er das öffnen einer Autotür und er sah das Licht der Innenbeleuchtung.
“Gott sei Dank, sie sind pünktlich” rief Michael, und bewegte sich auf den Wagen zu.
Die hintere Tür des Fahrzeugs stand offen, vom Fahrer war nichts zusehen.
Die Scheiben des Fahrzeugs waren dunkel, man konnte nicht erkennen wer vorne saß.
Trotzdem stieg der Anwalt ein. Immer noch besser als bei diesem Wetter draußen zu stehen.
Eine Zwischenwand verhinderte auch hier den Blick auf den Fahrer.
Auf einem mal fiel die Tür zu und der Wagen setzte sich in Bewegung!
“Hey, wo fahren sie mit mir hin?”
Die Frage blieb unbeantwortet, dafür vernahm Michael ein leises zischen. Aus den Lüftungsklappen strömte ein Gas ins Auto, welches den Anwalt sofort umhaute. Er verlor das Bewusstsein…
Ende Teil1 – Lothar
Als Michael aufwachte, konnte er sich nicht rühren. Er lag in einer Plexiglas Kiste die gerade so groß war das er reinpasste. Wie ein durchsichtiger Sarg…
Es war schummrig, das flackern des Lichts lies Kerzen vermuten, doch aus dieser Position konnte man nicht viel erkennen.
Der Raum war groß, die Decke wurde von gemauerten Rundbogen gestützt. Vielleicht ein altes Schloß oder eine Kirche?
Egal, langsam überkam dem Anwalt die Angst. Was sollte das ganze?
Der “Sarg” war so eng dass Michael nichteinmal seine Arme bewegen konnte. Wie Maßgeschneidert. Sollte das sein Tot sein?
Schritte näherten sich. Eine Junge, wunderschöne Frau mit einem Hauch von einem Nachthemd bekleidet stand auf einmal vor dem Anwalt.
Michael schluckte. “Was wollen sie von mir?”, fragte er mit erstickender Stimme.
“Keine Angst, ihnen passiert nichts. Die Kiste ist nur zu ihrer Sicherheit.” antwortete die Schöne, was Michael nicht sonderlich beruhigte.