Posted by admin on Jul 21, 2009 in
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Lothar
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Posted by greenslade on Feb 4, 2010 in
Alles Alltag
Stets veränderlich und wachsend – ein Traum ist wie ein Fluß
und der Träumer ist das Boot, das ihm einfach folgen muß.
Aus dem was gestern war zu lernen und das Morgen unbekannt -
in der Fahrrinne bleiben ein stetiger Kampf.
Doch ich werd´ mein Boot segeln bis der Fluß trocken fällt -
wie ein Vogel auf dem Wind. Diese Wasser, sie sind meine Welt.
Denn wenn ichs nicht versuche, erreich ich nie mein Ziel.
Also werde ich segeln, hab ich nur Wasser unter´m Kiel.
Viel zu oft stehen wir am Rand und seh´n das Wasser, wie es fließt,
bis das was wir Morgen nennen zum Heut´ geworden ist.
Also sitze nicht am Ufer und sag´: Es ist genug !
Trau Dich in die Strömung und tanze mit der Flut.
Und ich werd´mein Boot segeln…
Weit voraus kann ichomschnellen und wilde Wasser seh´n.
Halt´ ich mich an meine Träume kann ich alles übersteh´n.
Und ich werd´ mein Boot segeln…
Peter Bachmann
(Original : The River von Garth Brooks)
Posted by Lothar Morgenthal on Jul 22, 2009 in
Multi-Autor
Wie schon auf Lima-City angesprochen, möchte ich mal ein Experiment starten.
Eine Geschichte – geschrieben von vielen.
Einfach die Kommentar-Funktion nutzen. Bitte den Lima-Namen mit angeben. Nachdem ich den ersten Kommentar je User freigeben habe, kann ohne Freigabe weitergeschrieben werden.
Viel Spaß, bin gespannt was dabei rauskommt ;)
Lothar (Bewahrer)
Posted by greenslade on Jul 21, 2009 in
Leben und Tot
…und Friede Deiner Seele
Das war schon ein tolles Fest – weniger, wegen dem, was da so geboten, wurde als vielmehr wegen der Leute. Ich traf Menschen, die ich irgendwann auf meinem Weg aus den Augen verloren hatte, Freunde, die ich seit etwa hundert Jahren nicht mehr gesehen habe. Darunter waren ein paar, bei denen ich eigentlich fest davon überzeugt war, sie seien tot und das irritierte mich zunächst ein wenig. Ich hoffte, dies bedeutete nicht, daß der Rest von uns ebenfalls “abgetreten” war.
Und dann waren da noch ein paar andere Sachen, die irgendwie nicht stimmten.Ihr wißt schon wie das ist: Lauter Dinge, die man einfach nicht wahrnehmen will, weil sie den Gesammteindruck stören, in dem man es sich gerade so schön bequem gemacht hat. Erst hinterher – wenn der Gesammteindruck sowieso schon beim Teufel ist -fallen sie Dir wieder ein und man fragt sich dann immer, warum man vorher nichts gemerkt hat.
Da war dieser störende Gedanke, daß ich mir absolut nicht vorstellen konnte, die Häuptlinge unserer Stadt würden eine “Hauptverkehrsader mit Strassenbahn-Linienbetrieb” sperren, nur weil ein paar Fraggles mit ihren Nachbarn feiern wollten. Und das schräg gegenüber ein leerer Schulhof sein langweiliges Wochenende verbrachte, machte die Sache auch nicht gerade wahrscheinlicher. Und dann die Merkwürdigkeit, daß ich von diesem Fest nichts gewußt habe… Ich verdiene mein Geld mit Strassen- und Kneipenmusik. Es gehört zu meinem Job zu wissen, wenn irgendwo etwas los ist.
Aber wie gesagt: So was stört nur.Ich freute mich einfach über die Gelegenheit, soviele Leute noch einmal zu sehen, von denen ich das im Leben nicht gedacht hatte: Die Freunde, die im Streit weg gegangen waren oder die einfach so aus meinem Leben “hinausdiffundiert” sind, wie Sachen, die man nicht wiederfinden kann, obwohl man sie gerade eben noch in der Hand hatte.
Ich traf den Spielkameraden,der -wie wir alle als Kinder – auf einer Baustelle rumgeklettert und dabei abgestürzt war. Da war der Jugendfreund, der “Mist gebaut” hatte und den es auf der Flucht vor der Polizei erwischte. Den Schulkameraden sah ich, der “Pech gehabt” hatte und der im Winter auf einer Parkbank erfroren ist, weil er keinen anderen Platz zum Schlafen gefunden hat. “Raibow”, der vor lauter Seeligkeit mit ein paar Menschen reden zu können zwischen Zug und Bahnsteigkante geraten war, Katja und die vielen anderen “Kinder”, die mit dem Leben nicht klar gekommen waren und sich deshalb mit einer Nadel oder sonstwie “weg gemacht” haben. Den “Bruder”, den ein besoffener Autofahrer von der Karre gefegt hat und den anderen, der – wegen eines blödsinnigen Streites, bei dem hinterher keiner so genau wußte, worum es ging – ein Messer eingefangen hatte.
Wie oft hatte ich all die Dinge bedauert, die zwischen uns ungesagt geblieben waren. Und jetzt waren sie mit einem Mal alle wieder da – neben ein paar anderen, die nicht tot sondern einfach nur lange nicht mehr da gewesen sind
Dann plötzlich sah ich “sie”: Dorothea, meine “große Jugendliebe” und einer von den wenigen Menschen, von denen ich wirklich sagen kann, daß sie mich geliebt haben. Dabei weiß ich selber nicht einmal warum.
Ich habe ihr damals sehr weh getan – nicht aus böser Absicht, sondern aus jugendlicher Unbedachtheit, aus Dummheit. Danach habe ich sie nicht wieder gesehen. Als ich es endlich begriffen hatte, habe ich versucht sie zu finden und sei es nur, um mich bei ihr zu entschuldigen – vergebens. Ich habe niemals erfahren, wo sie ist, bis sie da so plötlich vor mir stand.
Während ich auf sie zu ging, machten sich die störenden Elemente immer deutlicher bemerkbar…Ein paar von den Freunden sind schon so lange tot, daß ich bis gerade eben nicht einmal mehr an sie gedacht habe.
“Das ist ein Traum”, dachte ich und dann “Scheißegal ! Hauptsache er dauert so lange, bis ich ihr gesagt habe, daß es mir leid tut. Vieleicht findet meine Seele dann endlich Frieden.”
Ich sagte “Hallo” zu ihr und dann…
…dann weckte mich dieses enervierende Geräusch meiner Türklingel. Fluchend sah ich auf meinen Wecker und fluchte gleich noch mehr. Na gut ! Ohne Licht zu machen, zog ich mich an.
Es wäre nicht das erste Mal, daß einer von den Säufern aus dem Haus nachts bei mir Sturm klingelt, um eine Prügelei anzufangen. Ich hatte mich verschiedentlich bei der Hausverwaltung über Erbrochenes und Urin im Hausflur oder über nächtliche Ruhestörung beschwert.
Nun, diesmal hatte ich einen Grund mehr, die Gelegenheit willkommen zu heißen. Aber ohne Hose gehe ich nicht einmal im Sommer auf die Strasse, und draussen hatte es seit ein paar Tagen gefroren. Deshalb genehmigte ich mir noch ein Tshirt.. Dabei hoffte ich die ganze Zeit, daß der Typ nicht die Geduld verliert, abhaut und mir so die Gelegenheit nimmt, meinen ganzen Frust an ihm abzureagieren.
Immer noch im Dunkeln ging ich zur Wohnungstür und öffnete sie. Davor war niemand. Ich machte auch im Flur kein Licht. Nicht, daß es etwas ausgemacht hätte. Keiner ist so schnell, daß er um die nächste Ecke sein kann, bevor ich die zwei Treppen bewältigt habe – vor allem dann nicht, wenn ich richtig wütend bin. Ich brauche halt kein Licht. Meine Augen machen mir sonst mancherlei Probleme, aber im Dunkeln bewege ich mich immer noch sicherer, als jeder, den ich sonst so kenne.
Vor der Haustür stand Anita – immer noch mit dem Finger auf meinem Klingelknopf. Anita ist 28 Jahre alt und recht hübsch. Ich wollte mal was mit ihr anfangen, aber ich konnte nicht mithalten bei ihren Freunden Jack Daniels und König Pilsener. Es hatte ein paar häßliche Szenen zwischen uns gegeben, aber daß Anita aus meinem Leben verschwunden war, rechnete ich nicht auf mein Schuldenkonto.
Das sah überhaupt nicht gut aus für mein Bedürfnis, Frust abzureagieren. Bevor ich eine Frau schlage, muß diese eine tödliche Waffe in der Hand halten und die Absicht zeigen, sie einzusetzen.
Ein paar echt ätzende Bemerkungen sind in so einer Situation das zweitbeste, aber bevor ich Gelegenheit hatte, sie zu fragen, ob sie niemand anders gefunden hat, von dem sie ein Bier schnorren kann, sagte sie: “Komm ! Schnell !” und lief los.
Ihrer Reaktionszeit nach mußte sie ziemlich nüchtern sein. Ich dagegen war völlig perplex und brauchte also eine Weile um ihr zu folgen.
Daß ich es überhaupt tat, hing damit zusammen, daß ich immer noch etwas los werden wollte. Ich lasse mich nicht gerne wecken. Ich brauche meinen Schlaf, weil sich der Job eines Musikers eben nicht nur in dem bißchen Zeit erschöpft, daß er auf der Bühne verbringt. Davon abgesehen, war ich immer noch nicht wach genug, zu begreifen, daß eine Entschuldigung, die man an jemanden in einem Traum richtet, dem Seelenfrieden überhaupt nicht hift.
Ich ging ihr also nach und war darauf vorbereitet – unter völliger Mißachtung solcher unwesentlicher Kleinigkeiten wie “nächtliche Ruhestörung” – erin Bißchen rum zu brüllen.
Anita hatte sich auf der anderen Strassenseite vor einen ziemlich großen Pappkarton gekniet und zerrte an irgendwas darin. “Na, prima !” dachte ich, “Die Schlampe schmeißt Dich nachts aus dem Bett, weil sie irgendwas auf dem Sperrmüll gefunden hat.”
Ich glaube, in dem Augenblick habe ich über die Sache mit dem Schlagen von Frauen wirklich noch einmal nachgedacht. Aber seinen Prinzipien muß man schon treu bleiben.
Sie empfing mich mit dem Wort. “Bitte…” und ich sah, daß sie Tränen in den Augen hatte… und dann “…ich glaub der lebt noch.”
Ich sah in den Karton.Darin lag ein Mensch dürftig mit Zeitungspapier zugedeckt – irgendein Penner. Er war ziemlich hinüber: blaugefrorene Lippen, keine feststellbare Atmung. Ich dachte an Martin und griff fast automatisch nach seinem Puls.
Dann war ich wie der Blitz in meiner Wohnung, schnappte mir das Handy und setzte den Notruf ab.
Der Rettungswagen hat den Mann dann in´s Krankenhaus gebracht. Es sei die sprichwörtliche “Rettung in letzter Sekunde” gewesen meinte der Notarzt.
Jetzt liege ich hier auf meinem Sofa – wach. Drüben in meinem Bett im anderen Zimmer schläft Anita. Ich kann es mir einfach nicht leisten “da draußen” noch einen Freund zu verlieren.
für Dorothea
Peter Bachmann
Posted by greenslade on Jul 21, 2009 in
Leben und Tot
Bisher kürzeste Geschichte (Bislang)
Buzzer zog seine Runden durch die Stadt – trieb auf freundlichen Winden. Der Sommerhimmel war fast makelos und die Temperaturen angenehm. Mit den Gedanken bei einer guten Mahlzeit glitt Buzzer an den Fenstern vorbei und summte voller Vorfreude vor sich hin. Dann folgte er überaus interessanten Gerüchen durch eine Tür.
Er sah den Schlag kommen und konnte ihm mühelos ausweichen. Dummerweise kollidierte er durch dieses Manöver mit einem Spinnennetz.
“Ich hasse Fliegen !” sagte der Mensch, aber das konnte Buzzer natürlich nicht verstehen.
Peter Bachmann
Posted by greenslade on Jul 21, 2009 in
Liebe
Für das Mädchen, das ich liebe
Lasse Deine Augen leuchten
noch einmal in mein Gesicht,
denn vor diesen dunklen Sternen
fürcht´ ich selbst die Leere nicht.
Lass´ mich Dich noch einmal sehen -
wissen, Du bist nicht nur Rauch -
dann geh´ ich mutig alle Wege.
Du bist alles, was ich brauch.
Wenn ein Lächeln aus der Tiefe
Deine Lippen für mich teilt,
bin ich frei von allen Sorgen -
meine Seele wird geheilt.
Klingt die Glocke Deiner Stimme
nur ganz leis´ in meiner Näh´,
dann vergeß ich meinen Kummer
und es tut mir nichts mehr weh.
Peter Bachmann
Posted by greenslade on Jul 21, 2009 in
Humor
Der Barsch
Es war einmal ein kleiner Barsch,
der macht´ sich täglich auf den Marsch
hinüber zu des Riffes Kante -
wohin er sich zwecks futtern wandte.
Doch eines Tag´s ein Teppichhai,
der sagte sich: “Ich bin so frei”
und schnappte schwups den kleinen Barsch….
“Mensch”, dachte der, “Ich bin im Arsch!”
Peter Bachmann
Posted by greenslade on Jul 21, 2009 in
Alles Alltag
Circus
Zuckerwatte – zwei für´n viertel Dollar -
mal seh´n, ob der dicke Mann mein Gewicht errät.
Ich hab ihr einen Stofftiger gekauft
und jetzt geh ich nach Haus – es ist spät.
Achterbahnfahr´n macht mich schwindlig
und Zuckerwatte macht mich krank.
Ich wollt´ ich hätt´ was einzunehmen,
doch das ist zuhause im Schrank.
Wie jeder weiß, sind die Clowns gar nicht glücklich
und wie jeder weiß, stört die Leute das nicht.
Ich wünscht´ich könnt´über das, was sie tun, lachen,
doch mir geht´s schlecht…Ich trau mich nicht.
Ein weißes Pferd dreht sich im Tanze,
Hochseilartisten balancieren,
der starke Mann zeigt, was er d´rauf hat
und ich bin nicht sehr talentiert.
Ich gehe immer am Sonntag zum Zirkus
und was ich dort seh´, amüsiert mich königlich.
Doch wenn ich am Montag bei mir aus dem Haus geh,
lacht ein jeder über mich.
Weißt Du…ich bring Leute aus der Fassung.
Die lachen dann, das kann ich versteh´n.
Doch für mich ist das Leben ein einziger Zirkus
und ich kann umsonst hin geh´n.
Habt ihr meine Frau gesehen ?
Die zähmt sogar einen Löwen, ich schwör !
Auch ich hatte mal so eine Mähne,
doch das ist ziemlich lange her.
Steifbefrackte Clowns in Plastik-Häusern -
mit lustigen Familien kaun zu fassen,
mit lustigen Jobs und lustigen Clubs
und Menschen, die sie einfach hassen.
Jeder agiert und jeder jongliert .
ein Lächeln geschminkt – beinah drei Meter breit
Und jeder auf´nem Karusselpferd gefangen.
Einmal rum und das Leben ist vorbei.
Zuckerwatte – zwei für´n viertel Dollar.
Mal seh´n, ob der Dicke mein Gewicht errät.
Ich hab ihr einen Stofftiger gekauft
und jetzt geh ich nach Haus – es ist spät.
jetzt geh ich heim…
Papa, bitte kauf mir doch die schöne Puppe.
(Original: Circus Song von Don McLean)
Von Peter Bachmann
Posted by greenslade on Jul 21, 2009 in
Alles Alltag
Wo geh ich hin von hier
Wüßte ich den Weg, ging ich nach Haus.
Doch die Landschaft hat sich soverändert, ich kenn mich nicht mehr aus.
Halbvergess´ne Namen – Orte, die ich einst gekannt
alle liegen hinter Brücken, die sind lange schon verbrannt.
Sag mir, wo geht der Narr hin
wenn da keiner bleibt der zuhört,
bei ´ner Geschichte ohne Bedeutung,
die doch keiner hören will ?
Und sag mir, wo geht der Narr hin,
wenn er merkt, daß etwas fehlt ?
Wo geh ich hin von hier ?
Wo geh ich hin von hier ?
Heim, wo Kinderwünsche, Träume, was ich einst geplant
nichts mit dem gemein hat , was ich unterwegs dann fand.
Immer noch versuch ich, meinen Weg g´radaus zu geh´n.
Doch die Welt um mich wird dunkel. Ich kann die Strasse nicht mehr seh´n.
Sag mir, wo geht der Narr hin,
wenn da keiner bleibt, der zuhört
bei ´ner Geschichte ohne Bedeutung,
die doch keiner hören will ?
Und sag mir, wo geht der Narr hin,
wenn er merkt, daß etwas fehlt ?
Sag mir, wo geh ich hin von hier ?
Wo geh ich hin von hier ?
Wo geh ich hin von hier ?
Original: Paul Williams “Where do I go from here” aus dem Film “Thunderbolt and Lightfoot”
Von Peter Bachmann
Posted by greenslade on Jul 21, 2009 in
Leben und Tot
Abschied von einem Freund
für Rainbow
Und der Regenbogen brach
genau an seiner hellsten Stelle
irgendwann in jener Nacht
und zerlief wie eine Welle.
Noch ein Wort, das keiner spricht
und ein halb geleertes Glas,
eine Straße ohne Licht
und ein and´rer Stern wird blaß.
Ein Gedicht, das wer vergißt,
eine Speise, die verdirbt,
noch ein Freund, der nicht mehr ist,
eine Galaxie die stirbt.
Noch ein Bild, das keiner sieht,
eine Melodie verklingt.
Vieles, das nicht mehr geschieht
und ein Vogel der nicht singt.
Du wußtest schon, wie schnell mensch fällt,
doch wer träumt jetzt von Deinen Zielen ?
Und wer soll auf der Bühne Welt
jetzt Deinen Part zu Ende spielen ?
Ich werd´ Dich, Bruder, nicht mehr seh´n.
Ständig denk ich d´rüber nach.
Doch ich kann einfach nicht versteh´n,
wie der Regenbogen brach.
Peter Bachmann